Seit dem 1. Februar 2009 hat die Erich-Kästner-Schule "zur Steigerung der Berufsfähigkeit" ausschreiben dürfen.
Wir konnten Herrn Uyaner, Schreinermeister, mit langjähriger Erfahrung mit Jugendlichen für diese Arbeit gewinnen.
Der Einsatz ist projektorientiert und die Projektgestaltung liegt in der Verantwortung der Schule, da bisher keine praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz eines Handwerkers vorliegen.
Jugendliche mit erheblichen Entwicklungsdefiziten in den bereichen Emotionalität, Sozialverhalten und Lernen verlangen eine sehr individuelle und differenzierte pädagogische Vorgehensweise. In den Bereichen Werkzeugkunde, Materialkunde, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitslehre und Arbeitssicherheit müssen erst individuelle Grundkenntnisse vermittelt und vertieft werden. Neben der praktischen Arbeit und der Herstellung von Werkstücken arbeitet Herr Uyaner mit den Lehrerinnen und Lehrern der EKS im Prozess der Förderplanung eng zusammen. Die Jugendlichen lernen im Kernunterricht, dass es eine Verknüpfung von Theorie und Praxis geben muss, wenn man zum Erfolg kommen möchte. Arbeitstugenden, handwerkliche Schlüsselqualifikationen und schulisches Lernen können durch diese Arbeit authentisch vermittelt und konkret erfahren werden.
Die sehr positiven Erfahrungen in der zusammenarbeitvon verschiedenen Berufsgruppen schafft Achtung und Respekt vor anderen Professionen und bereichert unser Schulleben.
Das Ziel der Förderschule Im Bereich LE und ES ist die möglichst selbstständige Lebensführung bzw. Teilhabe der Schüler an der Gesellschaft. Viele Schüler finden nach Abschluss der Klasse 10 keinen Ausbildungsplatz. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, wollen wir die Chancen der Schüler gezielt verbessern unter den verschärften Konkurrenzbedingungen einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz zu erhalten. Dazu reicht das klassische Unterrichtsrepertoire nicht mehr aus. Darüber hinaus weisen Schüler zunehmend komplexere und gravierendere Verhaltensauffälligkeiten auf.
Schüler, deren Alltag geprägt ist durch zeitweise oder häufige Schulabsenz, Schulmüdigkeit oder innere Schulverweigerung und die nur noch bedingt im Rahmen des üblichen Unterrichtsablaufs gefördert werden können, sollen durch handwerkliches Tun wieder motivier- und förderbar werden.